| Schuhwirtschaft in Osteuropa |
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Osteuropa ist in vielen Branchen seit Jahren ein sehr häufig verwendeter Begriff. Die Wende und die damit verbundenen Expansionsmöglichkeiten gaben für viele Branchen in Deutschland einen Startschuss, der heute so vertrauten Globalisierung. In den letzten Jahren haben sich die osteuropäischen Märkte auch für viele deutsche Händler zu den Schlüsselmärkten entwickelt, und für viele Produzenten sind die Länder im Osten Europas zu überlebenswichtigen Produktionsstätten geworden. Den westlichen Unternehmen bat Osteuropa nach dem Umbruch Anfang der 1990er Jahre eine relativ günstige Möglichkeit zur schnellen Internationalisierung. Umgekehrt haben osteuropäische Unternehmen den Eintritt in die entwickelten westeuropäischen Märkten immer noch kaum gewagt. Heute, 17 Jahre nach dem Ende der sozialistischen Ära, sind viele der osteuropäischen Märkte weitgehend entwickelt. Daher sollte eine Expansion oder Produktionsverlagerung viel genauer überlegt und geplant werden. Stabile Volkswirtschaften Nach dem Beitritt einiger osteuropäischer Länder zurr Europäischen Union hat sich in diesen Ländern nicht mehr viel verändert. Die westlichen Unternehmen, allen voran die Händler, haben schon lange vor dem Beitritt ihre Position in den Beitrittsländern ausgebaut. Auch auf den Märkten der neuen Beitrittskandidaten operieren seit langem große internationale Konzerne. Andererseits ist ein Ansturm der „billigeren“ Konkurrenz aus Osteuropa nach Deutschland weitgehend ausgeblieben. Die Unternehmen, die das Potenzial hätten, um nach Deutschland im großem Still zu expandieren, sind in der Mehrheit Teil einer internationalen Firmengruppe und waren meistens schon vor dem Beitritt mit ihren Produkten auf den westlichen Märkten präsent. Heute gehören Diskussionen über mögliche Risiken auf beiden Seiten der Vergangenheit an, und viele osteuropäische Länder kämpfen mit ähnlichen Problemen wie ihre westlichen Nachbarn. In den Leichtindustrien – wie die Schuhindustrie – sind mittlerweile zu hohe Löhne die wichtigsten Gründe für eine Produktionsverlagerung weiter in Richtung Osten oder gar in Richtung Asien. Krise in der osteuropäischen Schuhwirtschaft nach der Wende Nach dem Wegfall der Rahmenverträge des RGW (Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe) nach 1989 und infolge der Konfrontation mit den freien Märkten kam es in der osteuropäischen Schuhindustrie zu einem rasanten Verfall der Produktion. Aus dieser Krise konnten sich nur Polen, Ungarn bis Ende der 1990 Jahre und die Slowakei in letzter Zeit erholen. Seit dem Wegfall der Handelsquoten für China stehen aber auch die Hersteller in diesen Ländern immer stärker unter Druck. Einer der letzten Bastionen der Schuhindustrie in Osteuropa ist Rumänien, begründet dadurch, dass dieses Land immer noch die niedrigsten Lohnkosten in Europa hat. Aber die Zahlen des Jahres 2005 zeigen, dass auch ein Lohn von rund 80 bis 150 Euro für einen rumänischen Schumacher Grund genug für eine Produktionsverlagerung in Richtung China oder Vietnam ist. Insgesamt haben sich die osteuropäischen Länder nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nie von der Krise in der Schuhindustrie ganz erholt, und die Produktion blieb bei einem Anteil von 20 bis 50 Prozent der Produktion von 1989. Zu diesem Anteil tragen auch die Investitionen der internationalen Schuhhersteller aus Italien oder Deutschland positiv bei, die in den 1990er Jahren einen Teil ihrer Produktionen in diese Länder verlagert haben, unter anderen auch Gabor, Salamander und Rieker. Schuhimporte in die EU (25) In Jahren 2003/2004
Quelle: EUROSTAT 03/05 Auszug aus einer Studie der dashconsult GbR |
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