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Czech Republic
Gesundheitssysteme in Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei PDF Print E-mail
Monday, 31 July 2006

Übersicht über die wichtigsten Kenndaten der Gesundheitssysteme in Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei.

Gesundheitssystem Polen
 
Erst 1999 wurde in Polen eine einheitliche Krankenversicherung etabliert, seit 2003 gibt es den Nationalen Gesundheitsfonds. In Polen its heute ein gut ausgebautes Netz an öffentlicher und ergänzender privater Gesundheitsfürsorge. Das System der Gesundheitsfürsorge basiert auf dem Gesetz vom 27. August 2004 über die aus öffentlichen Mitteln finanzierten Gesundheitsleistungen. Acht Prozent ihres Lohns müssen Erwerbstätige an den Fonds abführen. Etwa 35 Prozent ihrer Gesundheitsausgaben tragen die Polen aber selbst. Der Gesundheitsschutz wird aus öffentlichen Mitteln finanziert, die aus Pflichtbeiträgen für die Krankenversicherung stammen und dem Nationalen Gesundheitsfonds zur Verfügung stehen, des Weiteren aus dem Staatshaushalt und aus den Haushalten der autonomen Gebietskörperschaften (Gemeinden, Kreise und Woiwodschaften).  
Polen - Grundinformationen

Beschäftigte im Gesundheitswesen
ca. 612 000
Einwohner: 38,2 Mio.
Ärzte pro 100.000 Einwohner: 327
Gesundheitsausgaben: 6,2% BIP
 
Slowakei – Grundinformationen
 
Das Gesundheitssystem in der Slowakei umfasst alle Bereiche von der hoch spezialisierten Gesundheitsversorgung in Universitätskliniken und -zentren bis zur Grundversorgung in den verschiedenen Gesundheitszentren. Die Gesundheitsversorgung wird in der Slowakei von staatlichen, privaten und nichtstaatlichen Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern, Polikliniken, Privatkliniken und Ambulanzen abgedeckt. Die Erstversorgung übernehmen Allgemeinmediziner für Kinder und für Erwachsene. Jeder kann seinen Arzt frei wählen, der ihm eine grundlegende Gesundheitsversorgung bietet und gleichzeitig eine Überweisung zur fachärztlichen Untersuchung ausstellt.
 
Alle Bürger der Slowakei müssen Mitglied in einer der fünf Krankenversicherungen des Landes sein. Die Beiträge sind einkommensabhängig, der Beitragssatz liegt bei 13,25 Prozent.
 
Beschäftigte im Gesundheitswesen
ca. 68 500
Einwohner: 5,4 Mio.
Ärzte pro 100.000 Einwohner: 339
Gesundheitsausgaben: 7,0% BIP
 
 
Tschechien - Grundinformationen
 
Die medizinische Fürsorge ist in der Tschechischen Republik basiert auf Solidarität. Überwiegender Anteil der medizinischen Leistungen wird durch die öffentlichen medizinischen Versicherung gedeckt. Es besteht die Pflicht krankenversichert zu sein, aber die freie Wahl des Arztes und der medizinischen Einrichtung sowie auch die freie Wahl einer der neun zugelassenen Krankenkassen. Es handelt sich also um ein auf öffentlichen Dienstleistungen begründetes System, das überwiegend aus Mitteln der öffentlichen Hand finanziert wird.
 
Der Beitragssatz von 13,5 Prozent wird zu zwei Dritteln vom Arbeitgeber getragen. Krankenhäuser gehören zumeist dem Staat.
 
Beschäftigte im Gesundheitswesen:
ca. 306 000
Einwohner: 10,2 Mio.
Ärzte pro 100.000 Einwohner: 356,3
Gesundheitsausgaben: 7,0% BIP

Ärzteanzahl pro 100.000 EW
 
Quelle: Stat. Amt CZ 2005 für 2004, Stat Amt SK für 2004, Eurostat, Statistisches Amt, Ungarn, 2004, Stat. Amt Polen, Internetrecherche, primäre Quellen
 

Ungarn - Grundinformationen
 
Die Leistungen der Krankenversicherung werden durch das Gesetz Nr. LXXXIII/1997 bestimmt. Ihre Inanspruchnahme geschieht auf der Grundlage eines Versicherungsverhältnisses, ihre Grundlage ist die Entrichtung eines Beitrages in festgelegtem Umfang. Das Sozialversicherungsverhältnis, also der Anspruch auf Versorgungsleistungen kann von ungarischen Staatsbürgern mit der so genannten Sozialversicherungskarte (TAJ-kártya) (sie enthält die Sozialversicherungsnummer des Betreffenden und weitere persönliche Angaben) nachgewiesen werden
 
Die einheitliche Krankenversicherung speist sich aus Beiträgen der Erwerbstätigen. Vom Beitragssatz (14 Prozent) trägt der Arbeitgeber elf Prozent. Mit Budgetierung versucht man, Kostensteigerungen zu dämpfen.

Alle ungarische Ärzte sind in der MOK: Ungarischer Ärzte Kammer organisiert. Dies ist der Deckverband. Die Zahl der Mitglieder ist ca. 35.000. Als Unterkammer haben sich die Zahnärzte organisiert. Die Mitgliedschaft ist Pflicht, aber es wird immer öfter über die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft – wie auch in der n Handelskammern ähnlich - gesprochen. In dem ganzen ungarischen Gesundheitswesen gibt es nur 3 Fachkammern. Die MOK, die Kammer für Apotheker und der Verband der Klinikangestellten und des Pflegepersonals. Es gibt auch sonstige Vereinigungen, erwähnenswert ist Verein für ungarische Kinder-Hausärzte Verein der ungarischen Zahnärzte und MOTESZ-Verband der ungarischen Ärztegesellschaften, als Dachverband für die sonstigen Gesellschaften. Außerdem existieren viele kleinere sog. Ärztegesellschaften, die die Fachspezialisten zusammenfassen.
 
Beschäftigte im Gesundheitswesen:
ca. 178 500
Einwohner: 10,1 Mio.
Ärzte pro 100.000 Einwohner: 385,01
Gesundheitsausgaben: 5,5% BIP
  
 
 Anzahl der zugelassenen Ärzte
 
 
PL
SK
CZ
HU
D
EW in 100.000
381,738
53,848
102,206
100,975
825,008
Ärzte
125.053
18.290
36.411
38.877
277.780
Ärzte pro 100.000 EW
327,5
339,7
356,3
385,01
336.7
Davon Zahnärzte
33.957
2.344
6.913
5.150
61.875
Zahnärzte auf 100.000 EW
88.9
43.5
67,6
51
75.0
 Quelle: Stat. Amt CZ 2005 für 2004, Stat. Amt SK für 2004, Eurostat,
 
Bei der Anzahl der zugelassenen Ärzte im internationalen Vergleich fällt auf, dass die höchste Ärztedichte auf 100 tausend Einwohner nicht in Deutschland (336,7), sondern in Ungarn (385) vorkommt. Gefolgt von Tschechien, Slowakei und Polen. Aufgrund der unterschiedlichen Einwohnerzahlen sind jedoch mit Abstand die meisten Beschäftigten im Gesundheitswesen in Deutschland zu finden, gefolgt von Polen.

Polen und Ungarn haben ein System eines zentralen Gesundheitsfonds, Tschechien und Slowakei haben ein ähnliches System wie
Deutschland mit mehreren Krankenkassen. Keines der Systeme funktioniert reibungslos und überall müssen ähnliche Probleme gelöst werden wie in Deutschland. In allen untersuchten Ländern haben die Ärzte ein großes Interesse sich zu organisieren.
Die Anzahl der Verbände in denen Sie organisiert sind variiert. Beispielsweise in Polen ist der wichtigste Verband die allein existierende Kammer, was neben der Pflichtmitgliedschaft auch dadurch seine Begründung findet, dass als Ansprechpartner der Ärzte ein einzelner, mächtiger Gesundheitsfond existiert. Dies führt zur Zentrierung der Kräfte im Gesundheitswesen. Ein ähnliches Bild einer mächtigen Kammer besteh in Ungarn. In den anderen zwei Ländern gibt es jeweils mindestens zwei Kammern für Ärzte, Zahnärzte und Apotheker. Diese einzelnen Kammern haben keine gemeinsame Organisation. Grundsätzlich gibt es in allen Ländern eine Kammer mit einer Pflichtmitgliedschaft.

Markt für medizinische Fachliteratur

Nach unserer primären Untersuchung wird jährlich ca. 2% des Brutto-Gehaltes für die Fachliteratur ausgegeben. Entsprechend dem Durchschnittgehalt der Ärzte in den einzelnen Ländern un der Ärzteanzahl würde es bedeuten:

Die Größe des Marktes für medizinische Fachbücher

 
Durchschnittspreise für medizinische Fachliteratur

Durchschnittspreise für medizinische Fachliteratur


Quelle: Aus einer Studie der dashonsult GbR, 2006
 
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